Sonntag, 28. April 2013

und das Warten hat ein Ende: 2013 die letzten Etappen nach Santiago

Aus einem Jahr Pause sind dann doch vier geworden, denn im July 2009 haben wir Zuwachs erhalten. Unser Sohn Hans wurde geboren und ist nun schon vier Jahre alt.
Ich habe mir die paar Zeilen der vergangenen Jahre nochmals durchgelesen und viele Sachen dadurch wieder in meinen Kopf bekommen.
Heute haben wir das Packen schon fast abgeschlossen, denn in zwei Tagen machen wir uns wieder auf den Weg nach Sarria um von dort aus unsere letzten Etappen zu beenden. 

Donnerstag, 8. Januar 2009

Im nächsten Jahr ...

Wieder sind wir gegangen und haben viel erlebt. So langsam verstehe ich warum ich das mache, auch wenn ich es nicht begreifen kann. aus diesem Grund fällt es mir schwer auch irgendetwas darüber zu schreiben, denn diejenigen, die den weg schon gegangen sind wissen was ich meine und den anderen kann man es wahrscheinlich niemals begreiflich machen.

In diesem Jahr sind wir in Sarria gelandet, 111 km vor Santiago, nach 600 km nun schon fast zum greifen, doch in 2009 wird es nichts mit ankommen. Wir machen ein Jahr Pause.

Freitag, 15. August 2008

Bald ist es wieder soweit.

Die Vorbereitungen laufen. Auch in diesem Jahr werden wir uns wieder auf den Jakobsweg begeben. 2008 soll es von Leon bis kurz vor die 100 Kilometergrenze nach Sarria gehen. Insgesamt fast 200 Kilometer und etliche Höhenmeter.
Ich freue mich schon darauf wieder einfach nur laufen zu dürfen. An nichts denken zu müssen, außer wie der nächste Fuß vor den anderen zu bringen ist.

Dienstag, 18. März 2008

Ein leerer Platz

Nun ist also schon wieder fast ein Jahr vergangen, es ist viel geschehen, von dem es zu berichten gibt.

Zuerst muss ich berichten, dass mich meine letzte Oma - Elsa Haselmann - verlassen hat. Sie ist 82 Jahre alt geworden. Leider ist sie sehr schnell von uns gegagen, sodass niemand aus meiner Familie wirklich Abschied nehmen konnte. Selbst ich warte noch oft, wenn ich meinen Opa besuche darauf, dass sie wieder auf ihrem gewohnten Platz sitzt. Doch leider ist dieser nun für immer leer und wir werden versuchen sie in guter Erinnerung zu halten, denn dies ist das Einzige was bleibt.

Sie war 62 Jahre mit meinem Opa Erich Haselmann verheiratet, was alleine schon eine bemerkenswerte Tatsache ist. Besser als die Zeitspanne ist aber die Art und Weise wie sie miteinander gelebt haben. Mein Opa hat mir vor kurzem die Briefe zum Lesen überlassen, die er ihr während des Krieges geschrieben hat. Vom 1943 bis zu seiner Rückkehr 1945 hat er ihr jeden zweiten Tag einen Brief geschrieben, ihr Mut gemacht und sich auf die Zeit nach dem Krieg gefreut.

Nun ist also der Platz leer und mein Opa leidet seht darunter, aber ich hoffe er wird erkennen, dass wir ihn brauchen und dass er noch bei uns bleiben muss.

Freitag, 7. September 2007

tag 9: wieder daheim



nun ist also auch schon die dritte der vorraussichtlich
fuenf unserer etappen geschichte und wir sind nun vollends
einmal halb von ost- nach westspanien gewandert.

von leon gibt es eigentlich nur das zu berichten, was es
von anderen spanischen grossstaedten auch zu berichten gibt,
viele menschen, laerm und es wird es gegen 22:00 ueberhaupt
an abendsessen gedacht. das ist fuer den hungrigen pilger
natuerlich nicht das wahre, aber nach langer harter lehrzeit
haben wir den ein oder anderen trick gefunden diese regel
umgehen zu können.

als wir gestern von leon nach bilbao mit dem auto gefahren
sind waren wir beide wieder sehr traurig wieder in der lauten
und schnellen welt zurueckzusein. es ist schwer zu sehen,
dass man die strecke welche man im auto in 2 stunden schafft,
sich sehr hart per fuss in acht tagen erkämpfen muss.

hier geht es zu einigen der Bilder

Montag, 3. September 2007

tag 7: vor den toren leons

nun ist es also fast schon wieder geschafft, der vorletzte
tag in bruetender hitze liegt hinter uns und wir werden
immer schneller. heute schon um 13 uhr am ziel und viel
zeit das grosse nix in der mitte spaniens zu sehen.

mansilla de las mullas. ein dorf, aber auch nicht. 20 km
vor leon ist selbst ein solch kleines dorf kein dorf mehr.
komplett mit stadtmauer und viel nix. immerhin haben wir
hier wieder einen funktionierenden bankautomaten getroffen
und unsere vorraete aufffuellen koennen. es wird nun schon
reichen.

morgen noch knappe 20 kilometer und wir haben unser
jahresziel erreicht: leon, koenigsstadt.

so frueh sind wir noch aus keiner stadtion geflohen, burgo
ein wirkliches kaff am ende der welt. wie schon berichtet
die schlechteste unterkunft auf der reise, aber nun auch
geschichte. unsere mitpilger, die in der herberge uebernachtet
haben klagen ueber wanzenbisse, sieht lustig aus - moechte
ich aber nicht haben.

die letzten 100 km haben uns beiden gezeigt, wie klein
unser deutschland doch ist, im durchschnitt gibt es 1 dorf
auf 20km, dazwischen nur hitze, weizenfelder und maeuse.

Sonntag, 2. September 2007

Tag 6: sahagun - burgo ranero

Das war also sahagun. Tausend jahre geschichte. Zwanzig kirchen und der rest kaputt. Nichtmal der bankautomat gibt uns geld, sodass wir mit zwanzig euro bis morgen abend auskommen müssen. Spannend.

Ansonsten hat der weg heute nicht viel hergegeben. Schön immerhin, dass die picos uns seit tagen begleiten.

leider haben wir heute eine unterkunft vor der Wir uns fürchten.

Tag 5: calzadilla - sahagun

Nix neues in westen. Ausnahmsweise aber kein wind. Leider treibt das die temperatur wieder ganz schön in die höhe.

es ist Schon recht erstaunlich wie die menschen hier so leben. Die hälfte der dörfer sind verfallen, meist nur noch die alten da und es gibt weit und breit nichts. Vierzig kilometer kein geschäft. Nix. Nur millionen mäuse, das bringt aber eigentlich nicht viel.

in sahagun das gleiche bild. Die hälfte verfallen. Dabei war hier echt mal die hölle los. So aber hält vor tausend jahren.

Freitag, 31. August 2007

Tag 4: carrion - calzadilla

Wind immer nur wind. Fünf stunden lang höllenwind. Da erscheinen 17 kilometer richtig lang. Besonders wenn es nur flach und geradeaus geht. Morgen gibt es wider ein paar wellen, das gibt hoffnung.

erstaunlich ist aber eigentlich nur, dass alles hier aus wasserstoff ist. Sieht man den steinen und pflanzen garnicht so an. Ich wundere mich immer Wieder über unser universum.

mein eselchen lahmt ein wenig und beschwert sich darüber, das es ganz schon schwer ist solist und chor der krönungsmesse gleichzeitig zu singen.

Donnerstag, 30. August 2007

tag 3: fromista - carrion

Heute mal per handy..

19 kilometer geradeaus entlang der landstraße, nicht gerade spannend, aber was macht man nicht alles für seinen herrgott.

besonders unlustig wird es dann, wenn man 30 stundenkilometer wind von rechts hat und wegen der stinkenden pilger nix geschlafen hat. Soviel also zu ruhe und besinnung.

erfreulich ist aber die dichte der romanik hier. Jedes dorf hat eine neue überraschung versteckt.

pilger stinken!

Mittwoch, 29. August 2007

tag 2: castrojeriz - fromista

heute also nur 26 kilometer, nur ein anstieg auf 1000 meter,
also los.

die ersten zehn kilometer sind wie immer recht geschmeidig,
pause, essen trinken und den rest schaffen wir schon - so
der plan, aber wieder einmal hatten wir die rechnung ohne
die sonne gemacht: 40 grad, immer nur gerade aus, schotterpiste.
das macht weich im kopf und in den beinen.

am nun zweiten tag habe ich schon drei rote streifen an den
beinen, je nach stand der socken ergibt das lustige farbspiele,
auf die ich aber auch liebend gerne verzichten moechte. aber
was will man nicht alles.

die lezten fuenf kilometer entlang eines alten kanales, der zumindest
ab und an fuer kuehlung sorgt. fromista kommt in sicht und wir haben
wieder mal los erreicht.

das hotel und unser zimmer ist in sichtweite einer romanischen kirche
- wann hat man das schon.

... sechs minuten und weiter fallend ...

fuer morgen ist regen angesagt, mal sehen ob es was wird ...

Asta luego !!

tag 1 : burgos - castrojeriz

als erstes gibt es zu bemerken, dass hier leider kein
mobiler zugang zu netz besteht und ich auf die wenigen
oeffentlichen zugaenge zurueckgreifen muss, aber jetzt,
am zweiten tag habe ich doch einen gefunden, 17 minuten
um drei tage revuepassieren zu lassen - und das ganze
auch noch mit einer spanischen tastatur... versuchen
werde ich es mal.

der erste tag ist kurz so beschrieben:
36 kilometer, 8 stunden laufen und 40 grad ohne schatten.

ausfuehrlicher wuerde man wohl sagen, ein schlimmeres wetter
in der wueste spaniens kann man sich nicht wirklich wuenschen.
es gibt hier weder baum noch busch, dafuer aber jede menge
hochebenen ueber die man muss um an sein ziel zu gelangen.
20 kilometer sind immer drin, aber dann wird es meist recht
hart. der mund ist trocken, die haut rot und das ziel ist
in weiter ferne.

auf den letzten 10 kilometern war eigentlich nur noch durchhalten
angesagt, wasser rationieren (es gibt hier so ungefaehr alle
10 kilometer einen ort oder quelle) und einen fuss vor den
anderen setzten.

nach 8 stunden hatten wir aber dann nach erneuten wirren, wo
sich wohl unser hotel befindet, unser hotel gefunden und waren
ueber jede art von schatten und kalten getraenken erfreut..

36 kilometer weniger

Montag, 27. August 2007

Am flughafen

Die anreise ist meist nicht von ruhe geprägt, aber vielleicht ist es diesmal ja ganz anders.

wir sind gespannt was uns dieses jahr erwartet. Hitze vor allem, aber ganz sicher kein lärm.

. . . Bitten wir sie alle elektronischen geräte auszuschalten. Ok!

Sonntag, 26. August 2007

vor dem start ...


nur noch wenige stunden und wir machen uns wieder auf den weg
nach spanien um den dritten teil unseres jakobsweges zu gehen.

in diesem jahr geht es von burgos nach leon. in den vergangenen beiden jahren haben wir schon die strecke roncevalles bis burgos unter unsere füsse genommen. jedes jahr ein kleines stück also, aber wir werden irgendwann in santiago ankommen.

vor zwei jahren war es die idee einen besfestigten wanderweg im süden europas zu nutzen welche uns auf den jakobsweg gebracht hat.